Absturzsicherung: Definition und Grundlagen

Eine Absturzsicherung bzw. PSAgA (Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz) dient zum Schutz von Personen vor einem Absturz von einer erhöhten Fläche. Per Definition ist eine Absturzsicherung eine mechanische Vorrichtung oder Maßnahme zum Schutz von Personen oder Material vor dem Abstürzen aus einer Höhe, die zu Verletzungen führen kann. Im Bereich des Arbeitsschutzes ist ein Fallschutz unter bestimmten Voraussetzungen gesetzlich vorgeschrieben.

Absturzsicherung Grundlagen

Abstürze können zu schweren Verletzungen bis hin zum Tod führen. Daher werden Stürze in der Gefährdungskategorie III (Tod oder irreversible Schäden) aufgeführt. Eine Sturzsicherung muss zwangsläufig ohne das Einwirken anderer Beschäftigten im Betrieb nachweislich den Sturz eines Mitarbeiters verhindern. Dies geschieht z.B. über eine mechanische Vorrichtung, die den Mitarbeiter mit einem Sicherheitsseil verbindet. Das Sicherheitsseil rastet bei einem Sturz automatisch ein und verhindert so den freien Fall oder das Wegrutschen in eine gefährliche Sturzsituation.

Wer benötigt eine Absturzsicherung?
Eine Absturzsicherung benötigt jede Person, die eine Tätigkeit auf einer bestimmten Höhe wie z.B. einem Dach oder einer Wartungsbühne ausübt.

 

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Ab welcher Höhe ist eine Absturzsicherung notwendig?

Grundsätzlich ist immer dann eine Absturzsicherung notwendig, wenn eine Absturzgefahr vorliegt. Eine Absturzgefahr liegt aus gesetzlicher Sicht dann vor, wenn der Höhenunterschied zwischen der Standfläche oder der Absturzkante und der möglichen Aufprallfläche größer als 1,0 m ist. Dabei gilt für die Aufprallfläche zusätzlich, dass es sich um eine feste und tragfähige Fläche handeln muss. Wenn es um das Versinken in eine Flüssigkeit oder einen nachgebenden Stoff geht, beträgt die vorgeschriebene Absturzhöhe 0 m.

Eine Absturzsicherung ist in der Regel ab einer Absturzhöhe von 2,0 m notwendig. Gesetzlich existieren mehrere Vorschriften (z.B. DGUV, ASR, etc.) in Deutschland. Eine einschlägige Vorschrift ist der Anhang 5.2 Abs. 2 der ArbStättV. Dort heißt es u.a., dass eine Sturzsicherung unabhängig von der Absturzhöhe bei Arbeitsplätzen oder Verkehrswegen, die an oder über Wasser liegen sowie anderen festen oder flüssigen Stoffen vorhanden sein muss, wenn man in diesen versinken kann. Zudem ist eine Absturzsicherung erforderlich bei mehr als einem Meter Absturzhöhe an freiliegenden Treppenläufen oder Wandöffnungen sowie bei mehr als 2,0 Meter an allen anderen Arbeitsplätzen.

Was versteht man unter einer passiven Sicherung gegen Absturz?

Zusätzlich gibt es passive Sicherungen gegen das Fallen wie Brüstungen und Geländer, die dort eingesetzt werden, wo begehbare Flächen an mindestens 50 bis 100 cm tiefere Flächen grenzen. Ob eine Sturzsicherung erforderlich ist, muss je Einzelfall genau geprüft werden.

Arten von Absturzsicherungen

Es gibt Schutzvorrichtungen für den Fallschutz aus Fenstern, Balkonen, Dächern, mobile Bühnen, Geländern, Leitern und in allen Bereichen, in denen Personen sich auf eine bestimmte Fallhöhe begeben.
Im Bereich der persönlichen Schutzausstattung (PSA) ist in der Regel von der PSAgA – der „persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz“, die Rede. Neben der herkömmlichen PSA wie Schutzhelm, Sicherheitsschuhe, Warnweste, Gehörschutz, Handschuhe oder Brille gehören zur PSAgA beispielsweise:

Auffanggurte
Anschlageinrichtungen
– Bandfalldämpfer
Höhensicherungsgerät und Verbindungsmittel
– Sicherungsseil
Helm

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Was versteht man unter PSAgA?

Eine PSAgA wird als Schutzausrüstung gegen den Absturz von Personen verwendet, wenn eine organisatorische und technische Sturzsicherung entweder nicht hinreichend oder nicht möglich ist. Dabei muss bei der Benutzung der PSAgA darauf geachtet werden, dass es zusätzlich zur Ausstattung geeignete Rettungskonzepte gibt, um bewusstlose oder bewegungslose Personen, die in einem Auffanggurt hängen, schnell und ohne Risiko eines auftretenden Hängetraumas bergen zu können. Unter dem Platz des Benutzers muss zudem ein Freiraum geschaffen werden, in den der Benutzer notfalls fallen kann, ohne sich oder andere zu verletzen.

Welche Anforderungen muss eine PSAgA erfüllen?
Die Anforderungen an eine Sicherung gegen Absturz sind hoch, sie müssen die zu sichernde Person gem. EN 354/355 Auffangen (mit Steigschutz, Sicherungsseil vorne oder hinten oder Höhensicherungsgerät nach EN 360) oder Abseilen (z. B. EN 1496 oder EN 341) sowie Positionieren oder Rückhalten (z. B. EN 358). Die Schutzvorrichtungen gegen Fallen müssen zudem in einem technisch einwandfreien Zustand sein und regelmäßig gewartet werden.

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